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Petitionen: Korrektur EStG 2021 !

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11 Antworten zu diesem Thema

  #1
OFFLINE   CashDigger

Die Begrenzung bei der Verrechnung von Verlusten durch das EStG, verstößt gegen die Grundsätze einer fairen Besteuerung und bedeutet das Ende des Tradings, wie es in bisheriger Form als privater Trader möglich war.

 

Gegen das neue Schreckensszenario ab 2021 für private Anleger und Trader gibt es zwei Petitionen an denen es sich teilzunehmen lohnt:

 

Petition 1: (EStG)

www.change.org/p/bundesregierung-korrektur-estg-2021

 

Petition 2: (EStG + Finanztransaktionssteuer + isolierter Solidaritätszuschlag)

www.dsw-info.de/steuerirrsinn/

 

Infos:

www.godmode-trader.de/artikel/die-schlimmsten-befuerchtungen-bewahrheiten-sich,8027934

 

boerse.ard.de/anlagestrategie/steuern/verlustverrechnung-fuer-termingeschaefte-wird-erschwert100.html

 

www.private-banking-magazin.de/ab-2021-und-bis-10000-euro-verluste-aus-termingeschaeften-lassen-sich-kaum-noch-verrechnen/

 

www.focus.de/finanzen/boerse/zertifikate/neues-gesetz-illegal-sparer-muessen-aufpassen-staat-kassiert-nun-bei-verlusten-steuern_id_11568471.html

 

 

Auf Petition 1 gab es bereits Rückmeldung vom Politiker Christian Lindner:

"Die Große Koalition hat diese Gesetzesänderung in einer Nacht-und-Nebel-Aktion kurz vor Weihnachten durchgesetzt. Diese Änderung führt zu einem deutlichen Nachteil für zahlreiche Anleger..."

siehe: www.change.org/p/bundesregierung-korrektur-estg-2021/u/25634369

 

 

@ff.de: dieser zusätzliche Thread dient dazu, dass auch nicht angemeldete User auf das Thema aufmerksam werden können sowie sichtbare Links angezeigt bekommen.


Bearbeitet von CashDigger, 28 January 2020 - 00:12 Uhr,

  • €urix, Scusi und asfranz gefällt das

  #2
OFFLINE   -ixbone-

Find ich gut, wobei ich sowieso glaube das es steuerrechtlich+verfassungswidrig ist, sowohl national als auch auf EU Ebene. Sie haben es halt versucht, sozialistisches wirtschaften in ambivalenter Reinkultur.

Dabei wäre das EG als auch das ESMA Problem leicht rechtlich LEGAL zu lösen, wie in der Schweiz, aber wenn man sich die Anzahl der aktiven Forenteilnehmer hochrechnet auf die aktiven Derivate Marktteilnehmer, ist jeder Aufwand kaum zu rechtfertigen, da kommt nicht einmal eine 0 raus. Hier zeig sich leider das die EU Vielsprachigkeit ein Nachteil ist. Eine länderübergreifende Vermarktung ist unmöglich! Sollten die Briten die ESMA Regeln nach dem Brexit kippen, damit der Finanzplatz London geschützt bleibt, die ersten Gerüchte gibt es, auch eine neue FCA Führung ist bereits aktiv, dann ist die EU mit den ESMA Regeln im Derivate Handel tot. Die ASIC wartet auch ab bis nach dem Brexit, die haben natürlich die 30-40% Umsatzverluste (und steigend) in der EU mitbekommen.

 

Sollten unsere Politiker so etwas als Blaupause in AT auch versuchen, ventiliere ich das CH Modell, dort bekommt man nur 1:100 aber das ist schon OK für mich.



  #3
OFFLINE   Scusi

wobei ich sowieso glaube das es steuerrechtlich+verfassungswidrig ist

 

 

Absolut, es werden diverse Gesetze gebrochen, unter anderem das Grundgesetz. Da die BRD jedoch kein Rechtsstaat ist (keine Gewaltentrennung) ist alles was die Abgabenordnung betrifft reines Privatrecht. Deswegen muss auch alles mit unqualifizierter Unterschrift signiert werden. Versuche bei dem Verein mal was mit qualifizierter Unterschrift abzugeben, dann laufen die Amok ;D



  #4
OFFLINE   -ixbone-

Absolut, es werden diverse Gesetze gebrochen, unter anderem das Grundgesetz. Da die BRD jedoch kein Rechtsstaat ist (keine Gewaltentrennung) ist alles was die Abgabenordnung betrifft reines Privatrecht. Deswegen muss auch alles mit unqualifizierter Unterschrift signiert werden. Versuche bei dem Verein mal was mit qualifizierter Unterschrift abzugeben, dann laufen die Amok ;D

Bin da jetzt nich voll informiert und das kann auch falsch sein! Die BRD hat einen Friedensvertrag aber keinen Staatsvertrag?! Das ist rechtlich ein großer Unterschied. Daher auch die fremden Armeen im Land...

Aber wie gesagt, diese Info kann falsch sein!

Wir (AT) haben einen Staatsvertrag bekommen, bei uns ist der letzte fremde Soldat 1955 abgezogen.



  #5
OFFLINE   Scusi

Das wurde hier 1990 (als West- und Mitteldeutschland zusammengeführt wurden) leider vergeigt wie in den Protokollen zu den Zusatzverträgen nachzulesen ist. Das Land war dreigeteilt und nur zwei Teile wurden wieder zusammengeführt. Die vollständige Wiedervereinigung war zwar geplant, wurde vom damaligen Bundeskanzler Kohl und dem Außenminister Genscher abgelehnt, zur großen Verwunderung von Gorbatschow der bereits alles vorbereitet und entsprechende Anweisungen gegeben hatte. Damit ist es gemäß übergeordneter Rechtsnorm aus staatlicher Sicht weiterhin handlungsunfähig und so ist der schöne Traum vom Friedensvertrag damals geplatzt. Dem rennen ja heute noch Leute hinterher, und dummerweise in die falsche Richtung. Steht alles in den Originaldokumenten, interessant ist wie es hinterher verkauft wurde, meine Güte diese Täuschung ist auch schon wieder 30 Jahre alt, unglaublich. Nein hier ist tatsächlich fast alles Privatrecht. Das hat aber nicht unbedingt Nachteile, eigentlich ist es sogar sehr gut! Das Privatrecht kennt keine Hierarchie, alles ist auf Augenhöhe, somit kann überall sehr gut verhandelt werden. Auch bezüglich der Steuer, wie oft hatte ich das erleben dürfen als damals guter Stammkunde, das wirkt eher wie ein orientalischer Viehhandel. Großer Käse und große Show. Lass Dir einfach mal von der zuständigen Finanzkasse erklären und vorrechnen wie deine individuelle Steuerlast basierend auf EstG §32a berechnet wird. Da wird aber jemand große Augen machen und das Stottern anfangen. Ich bin damit sogar zum Bundesministerium der Finanzen gegangen, die es auch weder erklären noch vorrechnen konnten. Wie war das noch? Gesetze MÜSSEN so formuliert sein, das auch ein Nichtjurist sie verstehen kann^^ Da ist nicht viel mit Gesetz, ein Gesetz ist ja nicht deswegen ein Gesetz nur weil das Wort oben drüber steht, das muss schon gewisse Normen erfüllen. Was diese Normen nicht erfüllt ist kein Gesetz sondern ein Vertrag. Und die wiederum sind verhandelbar und veränderbar sind wie die tägliche Praxis eindrucksvoll zeigt. Die einfach Regel ist: Wer seine Rechte nicht kennt und wahrnimmt, der hat schlicht und ergreifend keine. Finde ich auch nicht gut, das ist lästig und unverhältnismäßig, aber man kann einfach nur das Beste draus machen.



  #6
OFFLINE   -ixbone-

@Scusi, verstanden.

Bei uns ist das "stabil" ausgeführt, für unser ABGB (Allgemein Bürgerliches Gesetzbuch) gibt es sogar 2 Kommentarbücher, das hat den Vorteil das es für alle gilt, den Nachteil, das bei uns eigentlich nicht mehr das Recht (Richter) entscheidet, da starr, sondern die Sachverständigen mit der naheliegenden Annahme als Richterspruch, was meistens zu ein Vergleich wird. :)

Und ja, wer das Gesetz kennt ist klar im Vorteil, im großen und ganzen bin ich als AT Bürger mit dem Recht, Gestz und Exekutive durchaus zufrieden, natürlich hat jeder seine subjektive Wahrnehmung, aber "das Wohl Vieler steht über dem Wohl Weniger" ist bei uns durchaus aktiv. Das einzigste was ich gerne hätte, das die Ausführung von Gesetzen, Regeln, Vorgaben mit mehr Aktivität, spürbar, durchgeführt wird. (Es wird zuviel geredet und zuwenig gehandelt)

 

So ein Gesetz wie das hier diskutierte, würde zwar bei uns auch in der Regierung besprochen werden, DE als Blaupause, aber so etwas würde niemals Gesetz werden, unsere Opposition würde sofort mit dem Verfassungsgericht drohen, da es dem Gleicheitsprinzip wiederspricht und NUR Private benachteiligt.

 

Genaugenommen könnte jeder bei uns sich eine Steuernummer lösen und alle Ein- und Ausgaben (Selbst-und Unselbständig) abrechnen, mit Gewerbeschein als Firma, sogar eine LEI Nummer ist dann möglich, so ein Gesetz würde auch der privaten (Rente) Vorsorge wiedersprechen.

Zumindest könnte man dann jahrelang die Abzüge in der Rente gegenrechnen....


Bearbeitet von -ixbone-, 30 January 2020 - 15:53 Uhr,


  #7
OFFLINE   Scusi

Vergleiche werden hier auch angestrebt, aber eigentlich nur weil es einen Deal gibt --> guter extra Bonus für den Anwalt und weniger Papierkram für Gerichte.

(Zum Schaden des Mandanten natürlich, wird ihm aber als super Lösung verkauft)



  #8
OFFLINE   -ixbone-

Ja, zumindest kann man bei uns die Swing Theorie sehen: rot-schwarz-rot-schwarz-rot-schwarz.... Abwechslung, das Ergebnis ist das Mittel....wie gut oder schlecht jemand dieses Mittel empfindet ist eine subjektiv Ansicht.



  #9
OFFLINE   fatlemming

Wie kommt Olaf auf 1,5 Milliarden € Steuereinnahmen?

Wie reagiert Östereich auf 100.000de Wirtschaftsflüchtlinge (Asylbewerber mit ökonomischen Motiven) aus Deutschland die auch noch Geld mitbringen?

- vieleicht mit einer Parade und Blumenstrauß (kommt mir irgentwie bekannt vor).

Vieleicht auch Namibia? (

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Naja schaun wir mal wie es weiter geht.


Bearbeitet von fatlemming, 03 February 2020 - 19:52 Uhr,

André Kostolany:„Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden.“

                                                                                      

                                                                                                                                 

 


  #10
OFFLINE   -ixbone-

Wie kommt Olaf auf 1,5 Milliarden € Steuereinnahmen?

Wie reagiert Östereich auf 100.000de Wirtschaftsflüchtlinge (Asylbewerber mit ökonomischen Motiven) aus Deutschland die auch noch Geld mitbringen?

- vieleicht mit einer Parade und Blumenstrauß (kommt mir irgentwie bekannt vor).

Vieleicht auch Namibia? (

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Naja schaun wir mal wie es weiter geht.

Im Moment ist die größte Ausländergruppe bei uns, Personen mit deutscher Nationalität, 265k.

Mama Merkel will ja wieder Sofia reaktivieren, das Welcome soll also weitergehen, Gott sei Dank rückt ihr Renteneintritt jeden Tag näher.


  • fatlemming und S62 gefällt das

  #11
OFFLINE   S62

Guten Abend Leute,

 

wie sind eure Gedanken zum bisherigen Verlauf zur Änderung des Paragr. 20 des Einkommensteuergesetzes?

 

Dieser besagt dass unter anderem unterjährig nur noch Verluste von maximal 10.000€ mit Gewinnen verrechnet werden können. Der Bundesrat hat dem ganzen am 20.12.19 zugestimmt.

 

Ich will hier gar nicht tief auf den Inhalt eingehen, da dieser bestimmt jedem bereits bekannt ist, sondern vielmehr auf die Folgen und Alternativen.

 

- Gründung eines Gewerbes?... einer vermögensverwaltenden GmbH?

 

- ???

 

 

 

 

Verluste aus Kapitalvermögen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 (Ergänzung: Termingeschäfte) dürfen nur in Höhe von 10.000 Euro mit Gewinnen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nr. 3 (Ergänzung: Termingeschäfte) und mit Einkünften im Sinne des Paragraf 20 Absatz 1 Nummer 11 (Ergänzung: Stillhaltergeschäfte) ausgeglichen werden; die Sätze 2 und 3 gelten sinngemäß mit der Maßgabe, dass nicht verrechnete Verluste je Folgejahr nur bis zur Höhe von 10.000 Euro mit Gewinnen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 und mit Einkünften im Sinne des Paragraf 20 Absatz 1 Nummer 11 verrechnet werden dürfen.“

 

Aus dem Bundesgesetzblatt

 

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Gute Zusammenfassung

 

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  #12
OFFLINE   S62

Ist das überhaupt zulässig?Mit der Neuregelung werden Anleger asymmetrisch besteuert: Gewinne und Verluste werden nicht gleichbehandelt, da die Verlustverrechnung begrenzt wird. Im Zusammenhang mit der Neuregelung bestehen daher erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken. Auch die vorgesehene zeitliche Streckung der Verlustberücksichtigung wird wohl größtenteils nur zu einem immer weiteransteigenden Verlustvortrag in denFolgejahren führen und damit keine Abhilfe schaffen.

 

 

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Ist die Sache definitiv durch? 

Banken, Fintechs und Lobbyisten hoffen darauf, …

  • … dass die Finanzverwaltung die Anwendungserlasse anlegerfreudlicher gestalten wird als den Gesetzestext selbst. Bisherige Stellungnahmen des Finanzministeriums (auch gegenüber Finanz-Szene.de) deuten aber nicht darauf hin, dass es dazu wirklich kommen wird.
  • … dass die tendenziell vage gehaltenen Passagen noch konstruktiv ausgelegt werden. Das gilt insbesondere für die Passagen, ob etwa der 70 Mrd. Euro große Markt für Retail-Derivate komplett unter den Mantel von Termingeschäften fällt – und ob ein Verkauf zum Restwert ein Totalverlust oder doch voll anrechenbarer normaler Verlust ist.
  • … dass sich das Gesetz womöglich verfassungsrechtlich kippen lässt. Dabei müssen sich alle Beteiligten jedoch auf ein womöglich jahrelanges Verfahren gefasst machen.

 

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